Bewährtes Verhalten statt Programmierung
Kein Aquarianer will Experimente am lebenden Becken. Ein Preset ist fertige, getestete Logik, eingebaut in den Controller — mit dem vollen Satz Schutzfunktionen serienmäßig. Du stellst deine Werte ein (Temperaturen, Uhrzeiten, Milliliter), um den Rest kümmert sich Oquari. Alles kannst du später feinjustieren — aber du musst nicht.
Heizen — zwei Sensoren und Notabschaltung
Hält die Solltemperatur mit Hysterese, nach den Messwerten zweier unabhängiger Sensoren — widersprechen sie sich, stoppt das Heizen. Dazu eine unabhängige Sicherheitsschwelle: Steigt die Temperatur trotzdem (z. B. hängen gebliebener Heizstab), wird die Stromzufuhr des Heizstabs gekappt und du bekommst einen Alarm.
Kühlen — Lüfter stufenlos, Kühler als zweite Stufe
Wird es zu warm, fahren zuerst die Lüfter stufenlos hoch — je wärmer, desto schneller. Reicht das nicht, schaltet der Durchlaufkühler zu, mit Mindestlauf- und Pausenzeiten, die den Kompressor schützen. Über der Maximalschwelle — Alarm.
ATO — Nachfüllen mit Zeit- und Volumenlimits
Der Sensor erkennt niedrigen Füllstand und startet die Nachfüllpumpe, der Durchflussmesser bestätigt, dass wirklich Wasser fließt. Die Schutzfunktionen: Zeitlimit pro Zyklus, Tagesvolumenlimit und harter Stopp am Maximalstand-Sensor — stimmt etwas nicht, schaltet das Preset die Pumpe ab und alarmiert, statt die Wohnung zu fluten.
Wasserwechsel — abmessen, ablassen, nachfüllen, überwachen
Du gibst Liter pro Woche ein — der Controller verteilt sie auf kleine Portionen: Er lässt eine per Durchflussmesser abgemessene Menge ab, wartet auf die Stabilisierung des Füllstands und füllt frisches Wasser nach. Im Meerwasserbecken — ausschließlich fertiges Salzwasser mit per Sonde bestätigter Salinität. Die Werte springen nicht, der Eimer bleibt im Schrank.
CO2 — Ventil geführt vom pH, im Rhythmus des Lichts
Die pH-Sonde steuert das CO2-Ventil: Sinkt der pH, ist genug da — das Ventil schließt; steigt er, öffnet es wieder. Die Zufuhr startet mit Vorlauf vor Sonnenaufgang und endet vor der Dämmerung, und ein hartes unteres pH-Limit plus Abschaltung bei Sondenproblemen schützen den Besatz unabhängig von der Regelung.
Dosierung — Dosen in Portionen, Abstände zwischen Flüssigkeiten
Bis zu vier Kanäle (Ca/KH/Mg im Riff, Makro/Mikro im Pflanzenbecken): Für jede Pumpe stellst du Tagesdosis und Zeitfenster ein, das Preset verteilt sie auf Portionen und wacht über die Abstände zwischen verschiedenen Flüssigkeiten. Hartes Tageslimit und Erkennung leerer Flaschen serienmäßig.
Licht — Rampen, Mond, Siesta, Gewitter
Das Licht steigt morgens sanft an und klingt abends stufenweise aus, statt von 0 auf 100 % zu springen. Dazu Mondlicht nach Mondphasen, die Mittagspause für Pflanzenbecken, der Gewitter-Effekt fürs Riff — und Leistungsbegrenzung während der Eingewöhnung von neuem Besatz.
Strömung — Sinus, Pulse, Ebbe-Flut
Strömungsprogramme für die Umwälzpumpen: konstant, Sinus, Pulse, Zufallswelle sowie Ebbe-Flut-Modus mit wechselnder Dominanz zweier Pumpengruppen. Der Nachtmodus beruhigt die Strömung zusammen mit dem Lichtplan, und die Stromsensoren erkennen Trockenlauf und blockierten Rotor.
Füttern — Pumpenpause auf Knopfdruck
Taste am Gerät, Befehl aus der App oder Zeitplan des Futterautomaten: Strömungspumpen und Filterung halten an, die Dosierung wartet, der Futterautomat gibt eine Portion aus — und nach der eingestellten Zeit läuft alles von selbst wieder an. „Vergessene ausgeschaltete Pumpen" gibt es nicht.
Wasseralarme — Leckage → Absperren + Sirene + Push
Leckagesensoren unter dem Becken, im Unterschrank und am Vorratsbehälter. Wird Wasser erkannt, stoppen sofort Nachfüllung, Dosierung und Wasserwechsel, die Magnetventile schließen und es wird alarmiert: mit Signal am Gerät, externer Sirene und Benachrichtigung aufs Handy.
Sieh dir an, wie diese Prozesse von innen funktionieren
Jedes Preset haben wir im Detail beschrieben: welche Sensoren darüber wachen, was die Arbeit erledigt und welche Schutzfunktionen dein Becken schützen, wenn etwas schiefgeht.
Funktionen im Detail